Der Zwergschwan (Cygnus columbianus)


Was ist ein Zwergschwan?

Was ist ein Singschwan? Der Zwergschwan ähnelt im Aussehen dem Singschwan ist aber geringfügig kleiner. Wie der Singschwan stellt der Zwergschwan seine Flügel nicht auf. Der Hals wird beim Zwergschwan gerade gehalten. 

 

Wo brüten Zwergschwäne? Singschwäne sind über die gesamte Nordhalbkugel der Erde verteilt. Singschwäne brüten in der Arktis Nordamerikas und Eurasiens. In Europa brüten die Zwergschwäne in der Tundra des nördlichsten Russlands. 

 

Wo können wir den Zwergschwan in Mitteleuropa beobachten? In Europa ist der Zwergschwan ein Wintergast. Der Zwergschwan überwintert in den Niederlanden (vor allem am Ijsselmeer und auf dem Ijsselmeer Polder), im deutsch-niederländischen Grenzgebiet, in Norddeutschland und am Niederrhein, sowie an der Westküste Dänemarks. 

 

Wann ziehen die Zwergschwäne aus den Brutgebieten ab? Zwergschwäne verlassen die Brutgebiete ab September/Oktober.

 

Wann erreichen die Zwergschwäne ihre Winterquartiere? Die Winterquartiere erreicht der Zwergschwan frühestens ab September, im allgemeinen im Oktober. Die Ankunft der meisten Zwergschwäne im Winterquartier ist zwischen November und Januar.

 

Wann ziehen die Zwergschwäne aus dem Winterquartier ab? Zwergschwäne beginnen mit dem Abzug in die Brutquartier in den Monaten Februar bis März. In wärmeren Jahren kann der Rückzug in die Brutquartiere auch früher erfolgen.

 

Wo können wir die Zwergschwäne im Winterquartier beobachten? Im Winterquartier bevorzugt der Zwergschwan flache und vegetationsreiche Gewässer und Binnenseen im Flachland. Die Nahrungssuche erfolgt tagsüber auf Wiesen und Weiden. Zwischen den Schlafplätzen und den Nahrungsgebieten liegen tägliche Nahrungsflüge von bis zu 15/16 km.

 

Wie sieht der Zwergschwan aus?

Männchen und Weibchen sind äußerlich nicht zu unterscheiden. Der Zwergschwan ist kleiner als der Singschwan. Der Größenunterscheid zwischen Zwergschan und Singschwan ist nicht immer eindeutig zu erkennen.

 

Im Vergleich zum Singschwan wirkt der Zwergschwan stämmiger und ähnelt vom Körperbau einer großen Gans. Der Hals des Zwergschwans ist deutlich kürzer und dicker als beim Singschwan. Der Kopf des Zwergschwans ist ebenfalls deutlich kleiner als beim Singschwan, der Schnabel ist auch kürzer und weniger lang ausgezogen als beim Singschwan. Beim Schwimmen wird der Hals aufrecht gehalten. 

 

Die adulten (erwachsenen) Zwergschwäne sind weiß. Der Schnabel ist schwarz und an der Schnabelbasis gelb. Das Gelb des Schnabels ist kürzer als beim Singschwan und endet deutlich erkennbar vor den Nasenlöchern. 

 

Die juvenilen Zwergschwäne zeigen ein bräunlich-weißes Gefieder, sind dabei aber heller als die juvenilen Singschwäne

 

Die Füße sind bei den adulten Zwergschwänen schwarz, bei den Jungvögeln sind die Füße bräunlich.

 

Die Iris ist in allen Altersstufen braun. 

Steckbrief: Zwergschwan

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum

 

Systematische Einordnung:

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)

Familie: Entenvögel (Anatidae)

Unterfamilie: Schwäne (Cygninae)

Gattung: Schwäne (Cygnus)

Art: Zwergschwan 

 

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Cygnus columbianus

Artname Zwergschwan Englisch: Tundra Swan

Artname Zwergschwan Französisch: Cygne de Bewick

Artname Zwergschwan Niederländisch: de kleine zwan.

Vorkommen / Verbreitung: Der Zwergschwan ist verbreitet in weiten Teilen der Subpolaren Zone Eurasiens, Nordskandinavien bis nach Ost-Sibirien.

 

Wanderungen: Teilzieher. Migration im Ostseeraum, Baltikum

 

Überwinterung: Der Zwergschwan überwintert in Irland, Südengland, Shetland Inseln, Dänemark, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Niederrhein, Niederlande, Bretagne, Südfrankreich.

 

Lebensraum: Der Zwergschwan brütet an Gewässern in der arktischen Tundra. Außerhalb der Brutzeit an der Küste und größeren Binnengewässern

 

Verhalten: tagaktiv

 

Kennzeichen: Männchen und Weibchen nicht unterscheidbar.

 

Der Zwergschwan ist kleiner als Singschwan. Hals kürzer als beim Singschwan. Hals wird gerade gehalten. Schnabel schwarz mit gelbem Schnabelgrund; das gelb reicht nicht bis zum Nasenloch.

 

Jungvögel in einem dunklen grau

 

Füße schwarz

 

Augen dunkel

 

Größe: 115-127 cm (Rumpf ca. 60 cm)

Gewicht: um 8 kg

Spannweite: 170-195 cm

Stimme: sehr ruffreudig, im Flug Ruf wie „klää-uu“, Ruf sonst ähnlich „ko-ko-ko“

 

Fortpflanzung:

Geschlechtsreife: mit vier Jahren

Erstmalige Brut: im Alter von 5-6 Jahren

Paarungszeit: April bis Juni, lebenslange Verbindung

Bruten: 1 Jahresbrut

Eiablage: zweite Juniwoche

Brutzeit: Juni bis Juli

Nest: auf erhöhtem Gelände aus Pflanzenteilen

Gelege: 4-6 Eier. Das Weibchen brütet allein.  

Nachgelege: keine Nachgelege bei Gelegeverlust

Legeabstand: 48 Stunden

Brutbeginn: mit Ablage des letzten Ei

Brutdauer: 29-30 Tage, das Weibchen brütet alleine, lässt sich vom Männchen ablösen.

Schlüpfen: die Jungen schlüpfen in einem Zeitfenster von 1-3 Tagen

Nestlingsdauer: Nestflüchter. Die Jungen folgen dem Weibchen direkt in das Wasser

Flügge: 40-45 Tage

 

Selbständig: die Jungen bleiben noch während des folgenden Winters bei den Altvögeln; teilweise bleiben die Jungen bis zum fünften Jahr bei den Altvögeln

 

Nahrung: Wasserpflanzen, Gräser, Insekten; im Winter auch Ackerpflanzen

 

Lebensdauer: Die Lebenserwartung des Singschwans kann bis zu 30 Jahre betragen.

 

Feinde: Infektionen, Wolf, Polarfuchs, Seeadler, Mensch

 

Jagdzeit: Nein. Naturschutz