Die Kohlmeise (Parus major)


Kohlmeise

Star Sturnus vulgaris
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Kohlmeise Artensteckbrief

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Fortpflanzung - Bilder

 

Systematische Einordnung:

Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)

Familie: Meisen (Paridae)

Gattung: Meisen (Parus)

Art: Kohlmeise 

 

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Parus major

Artname Englisch: Great tit

Artname Französisch: Mésange charbonniére

Artname Niederländisch: Koolmees

  

Vorkommen / Verbreitung:  Die Kohlmeise ist als Brutvogel in ganz Europa verbreitet, Türkei, im Nahen Osten und in Nordafrika und in großen Teilen Eurasiens.

 

Wanderungen: Kohlmeisen sind Teilzieher. Bei der Kohlmeise sind Migrationen über kurze Distanzen bekannt.

 

Migrationen: Bei der Kohlmeise neigen die später geschlüpften Jungvögel eher zu Migrationen in Herbst und Winter.

 

Lebensraum: Der Lebensraum der Kohlmeise sind lichte Laubwälder und Nadelwälder, eher selten in dunklen Wäldern. Die Kohlmeise besiedelt auch Mischwälder. Bei der Kohlmeise hängt die Besiedlung des Lebensraums vom Höhlenangebot ab.
Die Kohlmeise besiedelt auch kleine Feldgehölze, Parks, Alleen, Gärten und Stadtbereiche. In der Stadt lässt sich die Kohlmeise durch die Bereitstellung von Kunsthöhlen ansiedeln.  

 

Verhalten: tagaktiv

 

Kennzeichen:

Alle Kleider der Kohlmeise ähneln sich. Unterseite gelb mit schwarzem Längsstreif. Kopf schwarz mit großem weißen Wangenfeld. Flügel und Schwanz blaugrau, Flügel durch weißen Streifen gegen moosgrünen Mantel abgegrenzt. Im Flug sichtbarer weißer Streif zwischen Oberflügeldecken und Armschwingen.

 

Kohlmeisen♂ an der Unterseite mit kräftigerem Gelb und breiterem schwarzen Streif, der am Bauch zu einem Fleck wird. Das Kohlmeisen ist an der Unterseite blasser mit einem schmaleren Bruststreif und ohne schwarzen Fleck auf dem Bauch.

 

Größe: 13,5-15 cm

Gewicht: 14-22 cm 

Stimme und Ruf: Die Kohlmeise verfügt über ein vielseitiges Rufrepertoire. Rufe: lautes „pink“, kurzes „si“ oder „si dididi“, auch „dädädä“, sehr häufig „zizi dädädä“. Der Ruf der Kohlmeise ist teilweise mit dem Ruf der Tannenmeise zu verwechseln.  

 

Geschlechtsreife: im ersten Lebensjahr

 

Wintergesellschaften: Kohlmeisen schließen sich im Winter umherstreifenden Trupps an. Gegen Ende des Winters lösen sich diese Trupps auf und die Kohlmeisen beziehen wieder ihre Reviere.

 

Paarung: Kohlmeise schließen sich zu saisonalen monogamen Verbindungen zusammen. Bei langjährigen Standrevieren kommt es auch zu Dauerverbindungen der Kohlmeisen.

 

Reviergründung: Einjährige Kohlmeisen gründen bereits ab September Reviere. Meistens werden Reviere neu erst im Frühjahr gegründet.

 

Revierverhalten: Das Revierverhalten der Kohlmeisen beginnt bereits in den Wintermonaten. Die Kohlmeisen singen dann schon im Spätwinter um das Revier abzugrenzen. Bei günstigen Bedingungen bleibt das Revierpaar auch im Winter im Standrevier.

 

Winterreviere: Revierbesitzende überwintern mit in Höhlen, teilweise in den alten Bruthöhlen

 

Paarungszeit: Balz beginnt bereits im Spätwinter, Februar bis März.

Bruten: 1-2 Jahresbruten

Legebeginn: frühestens Mitte/Ende Februar bis Anfang März, allgemein letzte Märzdekade und erste Aprilhälfte

Brutzeit: März-Juni 

Nest: Die Kohlmeise ist ein Höhlenbrüter. Als Höhlen bezieht die Kohlmeise Spechthöhlen und andere natürliche Baumhöhlen, gerne werden auch Kunsthöhlen angenommen. Die Kohlmeise baut Nester auch in Mauerritzen und in Felsspalten.

Das Nest der Kohlmeise besteht aus Moos, Flechten, kleinen Wurzeln und anderen weichen Materialien. Die Nestmulde wird von der Kohlmeise mit Tierhaaren ausgepolstert. Für den Nestbau benötigt die Kohlmeise zwischen 5 und 12 Tagen. Das Kohlmeisen baut das Nest allein und bekommt vom das Material.

 

Gelege: Die Kohlmeise zeitigt ein Vollgelege mit 8-12 Eiern, häufig 7-10 Eier

Nachgelege: Bei der Kohlmeise sind bis zu 3 Nachgelege möglich, Ersatzgelege werden scheinbar immer in neuen Höhlen angelegt.  

Legeabstand: 1 Tag, bis zu 2 Tage

Brutbeginn: Die Kohlmeise beginnt mit der Bebrütung mit Ablage des letzten Ei. Vor dem Brutbeginn deckt die Kohlmeise die Eier mit Polstermaterial ab.

Brutdauer: 13-14 Tage 

Nestlingsdauer: Kohlmeisen sind Nesthocker. Die Nestlingsdauer der Kohlmeisen beträgt 18-21 Tage.

Füttern: Bei der Kohlmeise füttern beide Partner

Flügge: ca. 21 Tage. Nach dem Ausfliegen bleiben die jungen Kohlmeise noch bis zu 3 Wochen im Familienverband

 

Nahrung: Die Nahrung der Kohlmeise besteht aus Insekten, Larven, Spinnen. Außerhalb der Brutzeit Sämereien, weiche Früchte und Obst. Kohlmeisen nehmen in menschlichen Siedlungsbereichen gerne Fütterungen an und fressen dann auch viele Nüsse und Fette (Meisenknödel).

 

Lebensdauer: Kohlmeisen haben eine Lebenserwartung von bis zu 15 Jahren.

 

Feinde: Sperber, Elster, Eichelhäher, Dohle, Krähen