Schloss Benrath

 

 

Eine Bildreportage zu Baustil und Gärten von Schloss Benrath

 

Schloss Benrath ist eine kleine barocke Sommerresidenz, im Düsseldorfer Stadtteil Benrath gelegen. Erbaut wurde das Schloss als Sommersitz in den rheinischen Besitzungen von Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz zwischen 1755 und 1771 als ein Werk des Spätbarock und ein Prunkstück des Rokoko im Rheinland und in Deutschland.

 

Die Stiftung Park und Schloss Benrath werben für einen Besuch von Schloss und Museen in einer einzigartigen Kulisse. Wer einen Ausflug im Westen von NRW plant, sollte das Schloss auf jeden Fall besuchen. Es wird nicht zuviel versprochen. Tatsächlich sind Schloß und Park Benrath selbst die einzigartige Kulisse im Düsseldorfer Stadtteil Benrath. Wer vor dem Schloss aus der Straßenbahn aussteigt, kann direkt in eine vergangene Welt eintauchen.

 

 

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Schloss Benrath - Nordfassade mit Haupteingang
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Schloss Benrath - Die Nordfassade am Schlossweiher mit Fontainen

 

 

Ein Besuch in Schloss Benrath

 

Von Schloss Benrath hat im rheinischen Teil von NRW scheinbar schon jeder gehört. Wir wollten wissen, ob sich ein Besuch lohnt und was hinter dem Mythos von Schloss Benrath tatsächlich steckt. 

 

Hört man auf die Informationen aus dem Web, dann gehört Schloss Benrath sogar zu den 10 bedeutendsten Barock-Schlössern in ganz NRW. Bei der hohen Dichte an Schlössern, die NRW zu bieten hat, ist das schon eine sehr hohe Platzierung. Natürlich wurde vor dem ersten Besuch recherchiert und eigene Informationen wurden beschafft. Wer am Niederrhein wohnt, kommt sicherlich häufiger nach Düsseldorf; die Besuche beziehen sich dann aber eher auf die Düsseldorfer Innenstadt.

 

Unser erster Besuch fiel dann auch auf einen Feiertag und wir kamen dort schon recht früh an, um das erste Licht für die ersten Fotografien zu nutzen. Auffallend ist, daß der Schlosspark offensichtlich zu jeder Zeit gut besucht ist, und wenn es nur Freizeitsportler sind, die dort in den frühen Morgenstunden etwas für die Gesundheit tun.

 

Die Parkplatzsituation direkt am Schloss ist eher eingeschränkt zu bezeichnen, dafür gibt es den Anschluss an den ÖPNV der Düsseldorfer Rheinbahn. Auf den ersten Blick wirkt das Schloss eher klein, verglichen mit den anderen Schlössern in NRW kommt hier tatsächlich der Begriff Kleinod in den Sinn. Ein Kleinod sollte es wohl auch von Anbeginn an sein. Das Schloss liegt inmitten der Stadt, für die Anwohner ist es tatsächlich nur ein kurzer Sprung über die Strasse, um in den Schlossgarten zu gelangen. 

 

Das Hauptgebäude des Schlosses (Corps de Logis) ist schnell umrundet. Die vier Fassaden haben alle einen Giebel, auffallend daran sind nicht nur Wappen und Ornamente, sondern auch die reichhaltige Anwesenheit von Putten in und an den Giebeln. Tatsächlich ist Schloss Benrath für seine Putten Ensembles gut bekannt.

 

Ein erster Rundgang führt durch die beiden Gärten zur linken und zur rechten Seite des Schlosses. Danach schließt sich schon ein Rundgang um den sogenannten Spiegelweiher an, welcher nicht nur der größte Weiher im Park ist, sondern auch wesentlicher Teil des Kunstwerkes Schloss Benrath ist.  Direkt vom Schloss, oder vom Spiegelweiher aus, gibt es mehrere Zugänge zum Park, dessen Wege alle auf einen großen Alleestern zulaufen. Vom Alleestern aus gelingen Durchblicke durch den Wald in alle Richtungen. 

 

Im Westen grenzt der Park direkt an den Rhein, an der Westseite befinden sich weitere Weiher. Ebenfalls an der westlichen Seite des Parks gibt es die Parkmöglichkeiten für die Besucher, die mit dem Auto anreisen wollen. 

 

Wie kam es denn überhaupt zu diesem Schlossbau am Rhein?

     

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Schloss Benrath Westflügel
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Schloss Benrath der Spiegelweiher

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Schloss Benrath - Südseite - im Vordergrund der Spiegelweiher

 

Eine kurze Geschichte von Schloss Benrath

 

Für den Schlossbesuch ist ein Einblick in den Background von Schloss und Anlagen immer empfehlenswert. Das haben wir gemacht und konnten feststellen, daß an der Stelle des heutigen Schlosses schon seit dem 12. Jahrhundert eine Burg existierte, die zu den Grafen von Berg gehörte. Von der Burg und ihren Befestigungen blieb schließlich nichts übrig, worüber lohnenswert berichtet werden könnte. 

 

Interessant wird die Geschichte des Schosses in Benrath überhaupt erst mit dem Bau des ersten Barockschlosses. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges sollte eine Sommerresidenz mit Garten in Benrath gebaut werden, da am Düsseldorfer Stadtschloss für einen erweiterten Garten kein Platz mehr war. Die Burg wurde mit viel Mühe abgetragen und auf den Fundamenten ein barockes Wasserschloss erbaut, ein Belvedereschloss. Dieses Belvedereschloss lag inmitten von Weihern. Laut zeitgenössischen Berichten, war sogar das Angeln im Weiher, aus den Schlossfenstern heraus, möglich. Ein Bild dieses Schlosses hängt übrigens in der Münchner Pinakothek.

 

Als Kurfürst Carl Theodor zu Pfalz 1747 bei seinem ersten Besuch in seinen niederrheinischen Besitzungen auch das Schloss in Benrath besuchte, fand er ein stark beschädigtes Lusthaus vor, dem Brand und Feuchtigkeit arg zugesetzt hatten, und das den modernen Ansprüchen an ein Schloss nicht mehr genügte. Für den Kurfürst war es von Bedeutung, in seinen niederrheinischen Besitzungen eine standesgemäße Hofhaltung zu besitzen. Düsseldorf und Benrath entsprachen nicht mehr den Anforderungen. Während das Düsseldorfer Barockschloss renoviert werden konnte, war das bei dem Benrather Schloss nicht mehr möglich. So wurde 1752 der Beschluss für einen Neubau gefällt. Der Kurfürst wünschte eine Sommerresidenz im Stil einer Maison de plaisance. Die Planung des neuen Schlosses sah den Abriss des Renaissanceschlosses vor. Vom alten Schloss blieben nur übrig die Kapelle und die alte Orangerie.

 

Der Bau des Schlosses begann 1755 und zog sich über 16 Jahre hin, bis in 1771 die Gebäude fertiggestellt und auch der Innenausbau abgeschlossen war. 16 Jahre Bauzeit für ein Objekt dieser Größe erscheinen dann allerdings doch etwas lang, zumal es an Finanzmitteln wohl nicht gefehlt hat.

 

Mit Planung und Bau beauftragte der Kurfürst seinen Hofarchitekten, und damit keinen geringeren als Nicolas de Pigage, der zum Beispiel auch die Residenz Mannheim und den Schwetzinger Schlossgarten erbaute. Um die Pläne des Kurfürsten umzusetzen, wurde das alte Barockschloss in Benrath fast vollständig abgetragen, jedoch wurden erneut die Grundmauern und gemauerten Gewölbe der alten Benrather Burg für das neue Schloss verwendet. Die Grundmauern der Vorgängerbauten zu nutzen war durchaus üblich und wurde vor allem aus Kostengründen gemacht.

 

Das Schloss Benrath ist ein Bauwerk des Spät-Rokoko. Wie auch bei anderen Schlössern des Spätbarock fällt auch am Schloss Benrath die Verwendung von Putten am Corps de logis auf. Die Putten am Schloss sollten nicht nur Lebensgefühl vermitteln sondern waren auch das Stilmittel der Wahl während der Zeit des Rokoko bzw. des Spätbarocks. Tatsächlich ist Schloss Benrath besonders für seine Putten bekannt, die im Außen- und Innenbereich sehr zahlreich vorkommen. Im Außenbereich finden wir Putten in und neben allen vier Giebeln des Corps de Logis.

 

In der Zeit der napoleonischen Kriege fällt nicht nur das Rheinland an Frankreich, auch die Schlösser gehen größtenteils in den Besitz des französischen Staates über. 

 

Nach dem Ende der napoleonischen Kriege und der Neuordnung Europas, auf dem Wiener Kongress, wird das Rheinland in Gänze dem preußischen Staat zugeschlagen und Schloss und Park Benrath werden preußisches Krongut. Dieser Umstand bietet einem Verfall der Anlage Einhalt, denn Schloss Benrath wurde ab da von den Hohenzollern regelmäßig besucht und umfänglich Instand gehalten. Im Jahr 1911 verkauft die preußische Krone Schloss und Park an die damalige Gemeinde Benrath. Durch Eingemeindung von Benrath nach Düsseldorf gelangen Schloß und Park Benrath im Jahr 1929 in den Besitz der Stadt Düsseldorf.

 

 

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Schloss Benrath Corps de Logis - Düsseldorf
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Baumeister von Schloss Benrath - Der französische Hofarchitekt Nicholas de Pigage - Gemälde von Anna Dorothea Therbusch. Gemälde aus dem 18. Jahrhundert. Das Original befindet sich im Stadtmuseum Düsseldorf. Bild Free Domain - Gemeinfrei

 

Der Baumeister: Wer war Nicolas de Pigage?

 

Die richtungsweisenden Ideen zum modernen Lustschloss gehen zurück auf den französischen Architekten und Baumeister Jacques Francois Blondel. Seine zweibändige Publikation zu diesem Thema "De la Distribution des Maisons de Plaisance et de la Décoration des Édifeces en géneral" beschäftigte sich mit Innenräumen, Gestaltung und Dekoration, Gärten und einer Raumanordnung, die eine sinnvollen Hofhaltung ermöglichen sollte.

 

Wer war nun dieser Baumeister, in den Diensten des pfälzischen Kurfürsten Karl Theodor?

 

Nicholas de Pigage wird der Beruf fast schon in die Wiege gelegt, als er am 02.12.1723 in Lunéville als Sohn des Baumeisters Anselm Pigage und der Margarete Matthieus (Tochter des Hofgoldschmieds am lothringischen Hof) geboren wird. 

 

Seine erste Ausbildung erhält er in Lunéville und Nancy und ab 1743 besuchte er die Privatakademie des Francoise de Blondel in Paris, wo er die klassische Ordnung der Architektur erlernt und die, von Blondel selbst geschaffenen, Regeln der Maison de Plaisance.

 

Mit dieser Ausbildung in Gepäck, wird de Pigage 1748 an den Mannheimer Hof des Kurfürsten Karl Theodor berufen. Dort wird er "Intendant über Gärten und Wasserkünste".  Mit ihm wird allerdings auch ein Baumeister berufen, der kein Festungsbaumeister mehr war, sondern ein Baumeister der Wohnkunst auf höchstem Niveau. Diese Kunst sollte er am Schloss Benrath in, danach unerreichter Form, in der Praxis zu Geltung und Ansehen bringen. 

 

Der junge Pigage findet im gleichaltigen Kurfürsten einen fein- und freisinnigen, Kunstkenner und Kunstmäzen, der ihm die Möglichkeit zur künstlerischen Entfaltung gibt. 

 

Pigage machte Entwürfe und Pläne für das neue Residenzschloss in Schwetzingen und in Karlsruhe, zu dessen Bau es nicht kam. Den düsseldorfer Hofgarten entwarf er 1769, in 1771 den Garten für das Stuttgarter Schloss. Der Bau des Heidelberger Karlstores zwischen 1773-81 gehört auch zu seinen Werken. Am Ausbau der Klosterkirche von St. Blasien 1788 ist er mit eigenen Entwürfen und Plänen beteiligt. Der Schwetzinger Schlossgarten, der zu den berühmtesten Barockgärten in Deutschland gehört, ist eines seiner größten Werke und beschäftigte ihn bis zu seinem Tod am 30. Juli 1796. Somit verbrachte Nicholas de Pigage sein ganzes Berufsleben am Hof des Pfälzischen Kurfürsten. 

 

 

 

 

Schloss Benrath - Das Corps de Logis

 

Der Begriff des "Corps de Logis" bezieht sich auf das Hauptgebäude eines Schlosses. Dieses Hauptgebäude dient den Herren des Schlosses als Wohnung bzw. Wohntrakt. Der Hauptrakt des Schlosses ist das zentrale Gebäude der Schlossanlage und bildet daher immer die Mitte des Gebäudekomplexes. Dabei kann das Corps de Logis direkt an Flügel und Pavillons anschließen oder als isoliertes Gebäude zwischen den links und rechts davon errichteten Flügeln liegen. 

 

Das Corps de Logis des Schlosses Benrath ist ein isoliertes Gebäude und vor allem auch der architektonische Höhepunkt der gesamten Anlage, das Tüpfelchen auf dem i, einer gelungenen architektonischen Komposition.

 

Das Corps de Logis war die Wohnung für den Kurfürsten und seine Gemahlin. Der Ostflügel mit Salons und Schlafgemach war für die Kurfürstin vorgesehen, der Westflügel mit Salons und Schlafgmach war die Wohnung des Kurfürsten. Beide Salons liegen an der Südseite des Gegäudes und erlauben den Blick über die Sichtachse des hinter dem Corps de Logis gelegenen Spiegelweihers. 

 

Insgesamt fällt das kurfürstliche Wohngebäude, vom Umfang her, recht bescheiden aus. Nun sollte das Schloss ein sogenanntes Lustschloss (Maison de plaisance) sein, das dem Zeitvertreib des Kurfürsten dienen sollte. Dafür sind Schloss und Anlagen dann auch richtig proportioniert. Einen Vergleich mit Schloss Sans Souci in Potsdam braucht Schloss Benrath also nicht zu fürchten.

 

 

 

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Schloss Benrath - Corps de Logis - Düsseldorf
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Schloß Benrath - westlicher Seitenflügel
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Schloss Benrath - Corps de Logis - Hauptgebäude

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Schloss Benrath - Vom Corps de Logis Blick auf den Westflügel
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Schloss Benrath - Löwen an der Freitreppe zum Corps de Logis
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Schloss Benrath - Löwen an der Freitreppe zum Schloss Benrath

 

Schloss Benrath - Der Giebel der Nordfassade

 

Der Giebel der Nordfassade ist besonders aufwendig ausgestaltet. Auf dem Gesims des Mittelrisalit sitzt ein Dreiecksgiebel in den das mit Flügeln und Kurfürstenkrone ausgestattete Wappen des Kurfürsten aufgenommen ist. Zu beiden Seiten des Wappen sitzen jeweils ein Löwe als Schildhalter. Der Löwe als Wappentier steht in der Heraldik einerseits für Mut, symbolisiert andererseits aber auch die hohe Stellung des Adligen, dem das Wappen gehört.

 

Der linke Schildhalter liegt, während der rechte Schildhalter auf den Hinterbeinen sitzt. Beide schildhaltenden Löwen sind mit je einer Gruppe von vier geflügelten Putten umgeben, die sich um die Löwen kümmern.

 

Auf der Spitze des Giebels befindet sich eine Uhrengruppe. Auf der Uhr befindet sich eine liegende und geflügelte Putte, deren Blick in die Ferne schweift, während links neben der Uhr eine weitere Putte in liegender Position angebracht ist, deren Blick zur Uhr hinaufgeht.

 

Links und rechts des Giebels sind jeweils eine Puttengruppe angebracht, die um ein Vasenornament arrangiert sind. Die Putte an der Giebelseite steht und die Putte auf der abgewandten Seite sitzt. Beide Puttenensembles stellen jeweils eine andere Situation dar. So handelt es sich bei der stehenden Putte auf der rechten Seite um einen Gärtner, der einen Spaten in der Hand hält. Währenddessen scheint die Aufgabe der Putten auf der linken Seite des Giebels nur daraus zu bestehen, eine Girlande zu halten.

 

 

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Schloss Benrath Coprs de Logis - Giebel mit Wappen und Putten
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Schloss Benrath Corps de Logis - Hauptportal mit Wappen und Putten
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Schloss Benrath - Putten am Giebel des Hauptportals
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Schloss Benrath - Putten am Giebel des Hauptportals

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Schloss Benrath - Auf der Uhr über dem Giebel der Nordfassade ist eine Uhr angebracht, auf der eine geflügelte Putte ruht.
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Schloss Benrath - Puttenensemble am Giebel der Nordfassade
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Schloss Benrath - Das Puttenensemble an der rechten Seite des Nordgiebels
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Schloss Benrath - Das Puttenensmelbe an der rechten Seite des Nordgiebels. Die liegend dargestellte Putte hält eine Girlande

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Schloss Benrath - Puttenemsemble auf der linken Seite des Nordgiebels

 

Die Südfassade

 

Die Südfassade des Schlosses blickt auf den Spiegelweiher im Schlosspark. Der Kuppelsaal, der Mitte, und die Gartensäle nehmen die gesamte Südfront des Gebäudes ein. Die mittlere Tür öffnet den, auf Nord-Süd-Achse liegneden, Kuppelsaal auf den anschließenden Spiegelweiher. Währenddessen eröffnen die Seitentüren des Kuppelsaales den Blick in die beiden Hauptalleen des Parks. Zum Rhein hin also nach Westen (im unteren Bild die linke Seitentür) richtet sich der Blick des Betrachters in die Hauptallee des Grand Parc (Jagd- und Waldpark). Nach Osten hin geht der Blick in die Hauptallee zum Gutshof (im unteren Bild die rechte Seitentür).

 

Die Giebelgruppe der Südfassade zeigt einen Jagdzug der Diana (z. Zeit leider durch Netze verhangen). Es fällt auf, daß die Ornamente der Türbogen des Kuppelsaales alle einen jagdlichen Bezug haben. Dabei zeigen alle drei Ornamente über den Türbogen des Kuppelsaales eine individuelle Ausgestaltung und viel Liebe zum Detail.

 

 

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Schloss Benrath - Die Gartenseite des Schlosses - Der Skulpturenschmuck des Giebels zeigt Jagdszenen
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Schloss Benrath - jagdliche Motive im Türbogenornament der Mitteltür des Kuppelsaales
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Schloss Benrath - jagdliche Motive verzieren die Ornamente über Tür des Kuppelsaales mit Blick auf das Gut.
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Schloss Benrath - jagdliche Ornamente über der Seitentür des Kuppelsaales mit Blick auf die Hauptallee des Jagd- und Waldparks

 

Die Skulpturengruppe an der Südterrasse

 

An der Südterrasse beginnen alle Wege in den Park und vor allem ist die Südterrasse einer der Endpunkte der barocken Sichtachse, des Spiegelweihers. Eine große Freitreppe führt von der Südseite des Schlosses hinab auf die Terrasse, an deren Ende eine Gruppe von sechs Skulpturen aufgestellt ist. Der Blick der Skulpturen richtet sich nach Süden und auf die Blickachse des Weihers. Vier davon stehen parallel in einer Linie zur Südfassade des Schlosses.

 

Das Skulpturenprogramm von Schloss Benrath orientiert sich an der römischen Mythologie, was für Schlösser und Gärten des Rokoko durchaus als üblich anzusehen ist. So finden sich in der Skulpturengruppe auf der Südterrasse die Figuren  Flora, Atalante, Pan, Meleager und Bacchus, wie nachfolgend zu sehen.

 

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Schloss Benrath - Die Skulpturengruppe an der Südterrasse des Schlosses
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Schloss Benrath Südterrasse - Figur der Flora
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Schloss Benrath Südterrasse - Figur des Pan

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Schloss Benrath Südterrasse - Figur der Atalante
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Schloss Benrath Südterrasse - Figur der Pomona

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Schloss Benrath Südterrasse - Figur des Bacchus
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Schloss Benrath - Skulptur auf der Südterrasse

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Schloss Benrath - Die Skulpturengruppe an der Südterrasse des Schlosses

 

Schloss Benrath - Der englische Garten

 

Der englische Landschaftsgarten am Schloss Benrath gehörte zum Privatgarten  des Kurfürsten Kar Theodor. Die heutige Form des Landschaftsgartens mit der Brücke und der Bepflanzung entstammt einer Umgestaltung Ende des 19. Jahrhunderts.

 

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Schloss Benrath - Der englische Landschaftsgarten
schloss benrath englischer garten
Schloss Benrath - Der englische Landschaftsgarten

 

Schloss Benrath - Der französische Garten

 

Auch der französische Garten am Schloß Benrath gehörte zu den Privatgärten des Kurfürsten und war seiner Gemahlin Elisabeth Auguste vorbehalten. Die strengen symmetrischen Ansätze des Barockgartens sind dem heutigen Garten noch anzusehen. Der Hauptbestandteil des französischen Gartens ist ein Rasenparterre, daß mit Blumen eingefasst ist.

 

Der französische Garten ist nach Osten durch Kaskaden verlängert, die aus fünf Bassins bestehen. Direkt am Ende des Broderieparterres befindet sich eine kleine Gruppe von drei Bassins, die durch Wasser aus den beiden oberen Bassins gespeist werden. Die beiden Bassins, welche direkt an den Ostteil des Gartens grenzen sind die größten Wasserbecken.

 

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Schloss Benrath der Französische Garten und Blick auf die Ostseite des Corps de logis
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Schloss Benrath - der französische Garten an der Westseite des Schlosses - hier ein Blick in das Broderieparterre
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Schloss Benrath - die erste Gruppe von drei Wasserbassins im französischen Garten
schloss benrath franzoesischer garten
Schloss Benrath - Wasserbassin im französischen Garten

 

Schloss Benrath - Der Spiegelweiher

 

Der Spiegelweiher leitet seinen Namen daher ab, daß sich die südliche Schlossfassade im Weiher spiegelt. Dieses Spiegelbild ist, besonders an Tagen mit schönem Wetter, ein beeindruckendes Bild; und nicht umsonst gehören Bilder, die das im Spiegelweiher widerspiegelnde Schloss zeigen, zu den meisten Fotografien, die im Web gezeigt werden. 

 

Der Spiegelweiher gehört zu einem System von fünf großen Weihern, und ist dabei der größte Weiher im Schlosspark. Von der Anlage erscheint der Spiegelweiher eher wie eine Regattabahn, denn der Weiher erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung über eine Länge von knapp über 500 Metern. Dabei erfüllt die Anlage des Weihers die Rolle der, für das Barock so wichtigen, Sichtachse, welche dem Betrachter, von einem Punkt ausgehend, den Blick in die Ferne und die Weite der umliegenden Landschaft erlaubt.

 

Genau diesen Zweck erfüllt der Spiegelweiher in bester Art und Weise. Für den Besucher ergeben sich mehrere Sichtweise. Die natürliche Aussicht ergibt von der Südseite des Schlosses. Nicht umsonst waren die Salons des Kurfürstenpaares an der Südfront des Schlosses angelegt, da sie einen wunderbaren Blick auf den Weiher und den Park ermöglichten. Dieser Ausblick ist heute genauso anmutend schön, wie damals, im 18. Jahrhundert.

 

Die andere Sichtweise ergibt sich für den Betrachter, der bereits vom Schloss aus in Richtung Süden spaziert ist und am südlichen Ende des Weihers angekommen ist. Dem Betrachter bietet sich ein Anblick der Schönheit und Ruhe. Das Schloss liegt am anderen Ende des Weihers, auf beiden Seiten eingefasst von den Bäumen des Parks und spiegelt sich nicht nur im Wasser, sondern schließt die gesamte Szene gegen den Horizont ab, man könnte sagen, das Schloss ist der Horizont, danach kommt nichts mehr, was vom menschlichen Auge erreicht werden könnte.

 

Eingebunden ist der Spiegelweiher in eine umlaufende Allee, von der aus systematisch und auch symmetrisch Wege in das weitere Parkgelände. An der Westseite des Weihers zweigt jeweils im oberen und im unteren Drittel ein Weg in den Grand Parc ab und führt den Besucher in das symmetrische Wegnetz des Parks und schließlich zum großen Alleestern, der sich in der Mitte des Grand Parks befindet.

 

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Schloss Benrath - Blick über den Spiegelweiher
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Schloss Benrath - Spiegelweiher
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Schloss Benrath - Spiegelweiher

 

Der große Alleestern

 

Der sogenannte Grand Parc ist im Barockgarten der Waldbereich, der einerseits der Holzgewinnung diente, auch der Jagd und andererseits der Erholung der Schlossbewohner. An einem Alleestern laufen die großen Alleen des Parks sternförmig zusammen und von dort aus ergeben sich Sichtachsen in fast alle Himmelsrichtungen.

 

Schloss Benrath hat einen Alleestern mit einem ungefähren Durchmesser von 60 Metern, an dem 8 große Alleen zusammenlaufen. In der Mitte des Sterns befindet sich eine Rasenfläche. Eine zentrale West-Ost-Achse verläuft mittig durch den Alleestern und ermöglicht fast ungehinderten Blick auf die, am Ende dieser Achse liegenden, Weiher. 

 

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Schloss Benrath - Allee mit Blick auf den Alleestern
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Schloss Benrath - auf dem großen Alleestern

 

Was erwartet den Besucher von Schloss Benrath?

 

Neben dem musealen Aspekt hat Schloss Benrath eine ganze Menge mehr zu bieten. 

 

Im Düsseldorfer Süden ist Schloss Benrath mit seinen Parks und Gärten das Naherholungsgebiet schlechthin. Die Anwohner haben es nicht weit, um in die Parkanlagen zu gelangen. So bietet sich Schloss Benrath schon ab dem frühen Morgen für den Freizeitsport an, praktisch ab Sonnenaufgang und bis in den Abend hinein sind Jogger und Dauerläufer im Park unterwegs. 

 

Schloss Benrath lädt ein zum Spazierengehen in den Parkanlagen. Ein System aus Gärten, Waldstücken (Grand Parc), Wege, Alleen, Alleesterne barocke Sichtachsen bieten nicht nur die Möglichkeit zum Rundgang, sondern geben dem Spaziergänger auch die Möglichkeit, für sich allein die Parkanlagen zu erleben, ohne sich durch andere dabei gestört zu fühlen.

 

Schloss Benrath bietet eine ideale Kulisse für Fotoshootings, besonders bei Brautpaaren ist die Location besonders beliebt.

 

Spazierengehen mit dem Hund ist in den Parks von Schloss Benrath ebenfalls besonders beliebt.

 

 

 



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